DJ6KR/p beim DARC 10m Contest 2017 - CQ-Jena

DJ6KR/p beim DARC 10m Contest 2017

Anfang letzter Woche habe ich dazu aufgerufen am DARC 10m Contest teilzunehmen, z.B. mit einer selbstgebauten LHKA. Den Artikel dazu findet ihr >hier<.

Da ich leider nicht genug Zeit und Muße hatte, um eine LHKA für 10m zu basteln, und weil ich unbedingt ein paar Neuanschaffungen… ähm sagen wir rechtfertigen wollte, bin ich mit dem folgenden Equipment losgezogen.

  1. Meine Funkkiste mit dem FT-857D von Yaesu. Weiteres dazu findet ihr >hier<. Und in meinem Youtubevideo zu meiner Teilnahme am Contest >hier<.
  2. Als Stromversorgung habe ich diesmal aber keine SLAB (BleigelBatterie) sondern Lipos mitgenommen. Auch dazu gibt es ein Youtubevideo auf unserem neuen CQ Jena Youtubekanal >hier<.
  3. Meinem Buddipole mit dem neuen Rotating Arms Kit (RAK). So ist es schnell und einfach möglich zwischen einem Horizontalen Dipol und einer 1/4 Lambda Vertikalantenne mit einem schrägen 1/4 Lambda Radial zu wechseln.
  4. Mein neuer 5,5m Mast für den Buddipole. Der Mast ist deshalb „für den Buddipole“, weil er oben das exakt passende Gewinde hat (1/2“ NPT), um den Buddipole aufzuschrauben.
  5. Mein neues Maststativ bzw. Dreibein für den Mast. Angenehm Kompakt und trotzdem mit einem kleinen bisschen zusätzlicher Höhe und einem großen Bisschen Stabilität für den Mast.
  6. Und für die Unterhaltungen Nebenher, die Relais und APRS mein Yaesu FT-1XDE Analog-/C4FM-/APRS- und mein Retevis RT8 DMR-/AnalogFunkgerät.

Da ich vor kurzem das meißte was ich besitze >Modular gepackt habe< konnte ich innerhalb  von einer Stunde alles Einpacken, mich für den Schnee und die Kälte rüsten, zur Lobdeburg austeigen (natürlich zu Fuß) und dort meine Station Aufbauen. Auf dem Weg nach wurde ich über DB0JNA von DO1AYJ und DO1ABZ „begleitet“, die beide selber am Contest teilnahmen. Danke Jungs.

Oben angekommen wurde ausgepackt und aufgebaut. Mit dem langen Mast (5,5m plus Dreibein) ist der horizontale Dipol, den ich mit den Buddipoleteilen aufgebaut habe, gut Lambdahalbe über dem Boden und hat damit sofort Funktioniert. Übrigens, wer sich fragt wieso ich „immer“ weiß, wie der Buddipole konfiguriert sein muss, damit er auf dem gewünschten Band nutzbar ist, dem sei das E-Book „Buddipole in the field“ von B. Scott Andersen, NE1RD ans Herz gelegt. Es ist eine Art Kochbuch für verschiedene Antennen, die man aus den Teilen des Buddipoles zusammenstellen kann. Vor eigener Dummigkeitheit schützt das aber nicht… siehe >hier<.

Dank meiner >Funkkiste< waren die elektrischen Gerätschaften gut vor Schnee und zumindest rudimentär vor Kälte geschützt. Ein Koaxkabel mit BNC-Anschluss von der Antenne rein und schon lief alles. Für Strom sorgten zwei 5Ah 3s Lipo-Akkus. Die sind viel leichter als meine bisherige Bleigelbatterie und einer alleine hätte für meine Zwecke schon ausgereicht. Insgesammt war ich diesmal sehr zufrieden mit der „Plug&Play“Funktion meiner ganzen Ausrütung.

Und jetzt kommt das ABER: Mitten im Contest stellte ich irgendwann fest, das ich alles gearbeitet hatte, was ich finden konnte und wollte daher mal auf eine vertikale Antenne wechseln. Das ist Dank des RAK super schnell gemacht und das SWR war ohne eine Veränderung der Schenkellängen sofort 1:1.

Das war dann aber auch alles. Denn obwohl der Empfang großartig war, und ich nichtmehr wie beim horizontalen Dipol manchmal das Bedürfnis hatte die Antenne zu drehen um aus S8-S9 ein S9+ zu machen, wurde mir nirgendwo mehr geantwortet. Nun zurück auf Los und kurz Versucht nochmal DO1ABZ anzurufen, der grade für den Contest CQ rief. Aber Pustekuchen, es kam keine Modulation durch. Das Problem kenne ich… leider. Das Mikrofon meiner Wahl ist am FT-857D das MH59A8j und nicht das Originalmikrofon. Besagtes Mikrofon scheint aber sehr Empfindlich auf Einstrahlung zu reagieren, wodurch die Beschriebenen Probleme wohl verursacht wurden. In der Vergangenheit habe ich erfolgreich versucht dieses Problem durch einen größeren Abstand zwischen Antenne und TRX zu beheben. Leider war das in diesem Fall mit grade mal 7m Koax bei ca. 6m Antennenhöhe kaum möglich. Außerdem wollte ich immer in der Nähe des Mastes bleiben, denn selbiger war nicht Abgespannt, sondern stand nur dank des Dreibeins und als gebranntes Kind, was „umfallende“ Buddipoles angeht, bin ich lieber Vorsichtig.

Also zurück auf horizontal und weiter gings. Insgesammt sind mir 10 Stationen und 8 DOKs ins Netz gegangen, keine besonders große Ausbeute, aber da ich meißt weit unter 100Watt geblieben bin und nicht selbst CQ-gerufen, sondern lieber gebastelt und ausprobiert habe, bin ich sehr zufrieden. Besonders die Leistungsreserven des FT-857D haben das Mehrgewicht wett gemacht. Normalerweise reichten 10-20Watt aus, aber bei zwei der Stationen galt es sich über deren lokale Störungen zu erheben und die 100Watt aus den Endstufen zu feuern.

Auch beim Zusammenpacken konnte ich durch das Packsystem Zeit sparen und ich war in kurzer Zeit weg und hinterließ nur meine Spuren im Schne…

6 comments for “DJ6KR/p beim DARC 10m Contest 2017

  1. Pom
    22. Februar 2017 at 14:45

    „Aber pustekuchen, es kam keine Modulation durch. Das Problem kenne ich… leider. Das Mikrofon meiner Wahl ist am FT-857D das MH59A8j und nicht das Originalmikrofon. Besagtes Mikrofon scheint aber sehr Empfindlich auf Einstrahlung zu reagieren, wodurch die Beschriebenen Probleme wohl verursacht wurden.“
    Hej Konrad,

    hast Du eine Mantelwellensperre am Speisepunkt und ein Klappferrit um die Mikrofonleitung? Damit sollten sich auf diese Entfernung Einstreuungen vermeiden lassen.

    Ahoi
    Pom

    • DJ6KR
      22. Februar 2017 at 15:07

      Hallo Pom,

      eine Mantelwellensperre ist im Kabel des Buddipole integriert. Ein Klappferrit der an das Mikrofonkabel passt, ist in meinem Besitz, ob der an diesem Tag dran war, kann ich aber nichtmehr sagen. Ich nutze den selben Ferrit für mein WolphiLink und meine Mikrofonkabel – Geiz ist Geil… oder Konrad ist zu faul noch einen zu bestellen … wer weiß 🙂

      Beim nächsten mal werde ich aber mal gezielt darauf achten und hier Bericht erstatten.

      73
      Konrad
      DJ6KR

  2. Pom
    23. Februar 2017 at 14:51

    Ich find‘ das halt sehr komisch, dass Du bei dem Abstand zwischen Ant und TRX Einstrahlungen haben sollst. Das habe ich draußen noch nicht erlebt. Kannst
    Du ein Temperaturproblem sicher ausschließen? Ich habe / hatte bis vor wenigen Tagen (?) verspratzelte Modulation, deren Grund vermutlich die Kombination aus niedrigen Temperaturen und einem LiFePo-Akku (6,6 Ah) waren/sind. Li(Fe)Pos sagt man ja nach, dass unterhalb 10 °C kein Strom größer 0,5 C ohne Spannungseinbrüche fließen kann. Vergangenen Sonntag mit meiner neuen „Akkuheizung“ hatte ich im 9A-VHF-Contest vier Stunden lang keine Probleme.

    Ahoi
    Pom

    • DJ6KR
      23. Februar 2017 at 15:06

      Nun, hier kann nicht nur sagen, dass das Problem sofort weg war, als ich auf Horizontal zurück gewechselt habe. Das würde für mich gegen ein Temperatur Problem sprechen, denn die Batterie ist in der Zeit wenn irgendwas, dann kälter geworden.
      Bei vergangenen RandomWire Set Ups war das Problem sofort weg, wenn ich weit genug weg gegangen bin.

      73
      Konrad
      DJ6KR

  3. pom
    23. Februar 2017 at 18:21

    Das ist wirklich auffällig und ich habe mir den Blogeintrag jetzt auch nochmal ganz genau durchgelesen. 😉
    Vielleicht mal Mic-Kabel und -gehäuse abschirmen und/oder die HF mit einem Kondensator vom Mic fernhalten?

    Ahoi!

    • pom
      31. März 2017 at 17:56

      Oh mann, jetzt hat’s mich auch erwischt. Aber auf VHF. Zuerst hatte ich ein Kälteproblem des Akkus in Verdacht.Vor kurzem hat sich dann aber herausgestellt: HF auf dem Mic. Es machte tatsächlich einen Unterschied, ob ich draußen vor der Funke saß oder stand. Im Sitzen ein sauberes Signal – im Stehen versplattert. Abhilfe hat in den meisten Situationen ein Klappferrit auf der Mic-Leitung (funkgeräteseitig) gebracht. Spätestens mit dem zweiten Ferrit war immer Ruhe. Die Kennwerte der Ferritte sind unbekannt. Hier gibt es also vermutlich noch Optimierungspotenzial.

      Ahoi
      Pom

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