„1. Make Darmstadt“ an der Hochschule Darmstadt (h_da)

Am 19. März fand im „Glaskasten“ der Hochschule in Darmstadt (h_da) von 10-18 Uhr LT die „1. Make Darmstadt“ statt. Make-Messen dienen der Projektvorführung lokaler Bastler, Tüftler, Erfinder (,…) mit der Möglichkeit für die Besucher ihre Begeisterung für Technik nach dem „hands-on“-Prinzip zu entdecken. Diese Gelegenheit wollten wir Funkamateure aus dem OV F03 uns nicht entgehen lassen und haben uns daher ein paar Quadratmeter Ausstellungsfläche organisiert. Natürlich war uns klar, dass wir am Ende des Tages nicht mit einem Karton voller unterschriebener Beitrittserklärungen nach Hause gehen würden, aber zum einen geht es um’s Präsenz-zeigen und zum anderen gibt es sicherlich den ein oder anderen den man für die infrastrukturunabhängige Kommunikation begeistern kann.

Die „Konkurrenz“ um die Gunst der Besucher war groß: Von Quadrocoptern und Hexacoptern (aka Drohnen), 3D-Druckern, Robotern, in vitro-Pflanzen über 3D-Drucker, LED-Schmuck bis Löt- und Bastelworkshops und vielem, vielem mehr. Ach fast vergesen: 3D-Drucker bzw. entsprechende Erzeugnisse waren auch vertreten, HI.
Wir Funkamateure waren mit einigen SDRs (software-defined radio) und selbstgebauten Transceivern für beispielsweise 20m-QRP-Betrieb und 80m-PSK31-Betrieb vertreten. Zusammen mit einem Elecraft KX3 konnte den Besuchern so Einblick in digitale Betriebsarten gewährt werden. Für den „klassischen“ Phoniebetrieb wurde mein SSB Portabelsetup vorgestellt. Ergänzt wurde dies mit einem 10m GFK-Mast, da die kleine Wiesenfläche vor dem Hochhaus der h_da keine Bäume oder Ähnliches bot, um meine LHKA aufzuhängen. Die Funkdemonstrationen wurden in Form der Teilnahme am parallel stattfindenden Russian DX Contest durchgeführt. Mit teilweise nur 30W gab es QSOs mit OMs aus beispielsweise PY, HR und YV, was den ein oder anderen Funkinteressierten aus den Besuchermassen hervorlockte. Ebenso im Mittelpunkt stand ein VNA (vector-network-analyzer; Netzwerkanalysator auf gut German), mit dem die verschiedensten passiven Bauelemente analysiert wurden.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Teilnahme ein voller Erfolg war. Eine Teilnahme an einer Maker-Messe kann aus PR-Sicht für den Amateurfunk nur empfohlen werden. Anfangs war ich der Meinung, dass wir im Vergleich zu Drohnen und den berühmt-berüchtigten 3D-Druckern keinen Stich sehen werden, allerdings wurde ich -zum Glück- eines besseren belehrt: Wir haben einige interessante Gespräche geführt, viel „Aufklärungsarbeit“ geleistet, sogar ein paar Kontaktdaten ausgetauscht UND! ich habe einige schöne Phonie-QSOs meinem Log hinzufügen können, während ich den Leuten Funkbetrieb demonstrieren konnte – und das mit meinem Portabelsetup (abzüglich Mast)!
-An dieser Stelle ist anzumerken, dass dies der erste „ernste“ Einsatz meines Portabelsetups war-
Falls es jemals eine 2. Make Darmstadt geben wird, wird F03 sicherlich erneut den Amateurfunk repräsentieren.

 

greetz

Robin, DO6XJ

 

PS: Natürlich lief an diesem Tag nicht alles glatt! Selbstverständlich ging der Mast einmal zu Boden, als während einer Drohnenflugshow einer der Besucher über einen der Heringe gestolpert ist und mit seiner Masse in das Abspannseil gefallen ist. Das brachte den Mast zum Einsturz und Umfallen. Zum Glück gab es nur minimalste Antennenschäden und keine Personenschäden. Und das trotz warnfarbendem orange-rotem Paracord, dessen „Überlänge“ um den Hering gewickelt war. Interessant war auch die anschließende Diskussion mit mir, dass dies nicht passiert wäre, wenn ich den Mast korrekt abgespannt hätte – wie zB mit 4 Abspannpunkten, statt mit dreien. Achja, Menschen 🙂

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